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Power-Child e.V. (Hg.): Kohlhofer, Birgit, Neu, Regina, Sprenger, Nikolaj: E.R.N.S.T. machen. Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen verhindern. Ein pädagogisches Handbuch
Das Handbuch untersucht das Aufkommen und das Ausmaß sexueller Gewalt unter Jugendlichen und öffnet Handlungsmöglichkeiten für die präventive pädagogisch-therapeutische Arbeit. Sehr übersichtlich und informativ, mit Materialien für die Auseinandersetzung mit dem Thema in Teams und für die Arbeit mit Jugendlichen.
Stöckel, Matthias: Pädophilie: Befreiung oder sexuelle Ausbeutung von Kindern. Fakten, Mythen, Campus Frankfurt/Main 1998
Stöckel geht der Geschichte der Pädophilenbewegung in Deutschland nach, räumt mit ewigen Mythen der Päderastie im antiken Griechenland auf, bringt viel Grundlagenwissen, schaut Hintergründe genauer an und schlägt Querverbindungen zu Pornografie und Sextourismus. Er lässt alle Seiten selber zu Wort kommen, was eine "Vermonsterung" von Pädophilen verhindert und so den Blick schärfer stellt für das, was pädophile und pädosexuelle Kontakte für Kinder bedeuten (können). Er schließt mit einem Kapitel zum gesellschaftlichen Umgang mit Pädophilie und gibt Empfehlungen für die Sexualerziehung in der Schule.
(bei Selbstlaut nur als Kopie vorhanden)
Gerstendörfer, Monika: Der verlorene Kampf um die Wörter: Opferfeindliche Sprache bei sexualisierter Gewalt. Ein Plädoyer für eine angemessene Sprachführung, Jungfermann Verlag Paderborn 2007
"Beziehungsdrama", "Triebtäter", "Sextouristen" u.v.a. Worte und Begriffe mehr verschleiern die Gewalt und bagatellisieren oder skandalisieren das, um was es geht. Die Autorin macht an vielen Beispielen deutlich, wem diese Sprache dient, was sie zudeckt und anrichten kann.
Huber, Michaela: Multiple Persönlichkeiten. Überlebende extremer Gewalt, Fischer, Frankfurt am Main 2004
Huber beschreibt, wie Multiple Persönlichkeitsstörungen entstehen, wie sie erkennbar sind und welche Prozesse der Psychotherapie und Traumabearbeitung durchlaufen werden können von und mit Personen, die Traumatisches erlebt haben.
Huber, Michaela: Trauma und die Folgen. Trauma und Traumabehandlung Teil 1 und Teil 2, Junfermannverlag, Paderborn 2005
Grundlagenbücher, die nicht nur für Fachleute gut verständlich ausführen, wie Traumata entstehen, wie viele Menschen traumatische Erfahrungen machen, wie die körperlichen und psychischen Reaktionen aussehen, wie an traumatischen Erfahrungen gearbeitet werden kann, was Diagnose-Instrumente sind u.v.a.m.
Dorothea Weinberg: Traumatherapie mit Kindern. Strukturierte Trauma-Intervention und traumabezogene Spieltherapie, Klett-Cotta-Verlag, Stuttgart 2005
Anhand von Beispielen geht dieses Buch den Methoden, Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Diagnostik von traumatisierten Kindern nach und zeigt u.a. von Weinberg entwickelte therapeutische Interventionen auf.
Reddemann, Luise: Imagination als heilsame Kraft. Zur Behandlung von Traumafolgen mit ressourcenorientierten Verfahren, Klett—Cotta-Verlag, Stuttgart 2005
Zahlreiche Imaginationsübungen zur Stabilisierung traumatisierter Patientinnen und Patienten werden vorgestellt, die den Boden bereiten für eine Konfrontation mit dem Trauma und der Arbeit damit und daran.
Bange, Dirk: Sexueller Missbrauch an Jungen. Die Mauer des Schweigens, Hogrefe Verlag, Göttingen, Bern, Wien 2007
Auch für Nicht-Fachleute gut verständlich und praxisnah gibt Bange einen Über- und Einblick in Fakten und Erfahrungen zu sexuellem Missbrauch von Buben und die praktische Arbeit mit Burschen. Das Buch macht deutlich, wie schwer und warum es so schwer ist für Buben, über ihre Missbrauchserfahrungen zu sprechen und Hilfe zu bekommen.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Köln 2008, 2009
Die BZgA hat sowohl in Papierform als auch zum Download im Internet zahlreiche gute aktuelle Broschüren, Booklets und Bücher zu Sexualerziehung, sexueller Gewalt u.v.a.m. Es gibt Leitfäden für PädagogInnen, Informationsmaterial für Eltern und Erziehungsberechtigte und für Jugendliche selber. Vom sehr informativen und in dieser Form noch nicht gesehenen Heftchen über alles rund um den Penis und die Hoden bis zu Arbeitsblättern zu Sexualerziehung, Grundlagenwissen zur kindlichen Entwicklung und und und finden Sie auf der Website www.bzga.de
Timmermanns, Stefan, Tuider, Elisabeth: Sexualpädagogik der Vielfalt. Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit, Juventa Weinheim und München 2008
"Die Ausweitung der Medien und digitalen Kommunikation, das interkulturelle Nebeneinander verschiedener Lebensweisen sowie die Erfolge der Frauen- und Homosexuellenbewegung haben zur Diversifizierung aller Beziehungs- und Lebensbereiche geführt. Diese erfordert neue Perspektiven auf Vielfalt und Heterogenität und stellt die Sexualpädagogik vor neue Herausforderungen." (Klappentext) Das Buch wird seinem hohen Anspruch in jeder Hinsicht gerecht und schafft es, Lust zu machen auf die Komplexität und Herausforderungen. Es stellt Querverbindungen her, bezieht egalitäre Ansätze auf allen Ebenen ein und bietet so den Boden für eine im besten Sinne präventive Sexualpädagogik. Mit vielen praktischen Arbeitsblättern und Materialien. Empfehlung.
Bueno, Jael, Dahinden, Barbara, Güntert, Beatrice: Mit mir nicht. Mit dir nicht. Jugendliche und sexuelle Gewalt: informieren, hinterfragen, schützen, Verlag Pestalozzianum Luzern 2008
(Besprechung folgt)
Ohlmes, Judith: Pädosexuelle Täter. Merkmale und Strategien als Ansatzpunkte präventiver Maßnahmen,
J&V-Verlag, Wettenberg 2006 (Besprechung folgt)
Freund, Ulli und Riedel-Breidenstein, Dagmar: Sexuelle Übergriffe unter Kindern. Handbuch zur Prävention und Intervention, Köln, Mebes&Noack 2005
Umfassendes, sehr empfehlenswertes Buch von Mitarbeiterinnen des Berliner Vereins Strohhalm. Sehr klar und praxisnah geschrieben, mit vielen Alltagsbeispielen und äußerst hilfreichen Handlungsstrategien. Unerlässlich für Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
Elmer, Corina/Maurer, Katrin/Dietler, Suzanne (Hrsginnen): Stark sein allein genügt nicht. Prävention sexueller Ausbeutung von Mädchen und Jungen, Basel, Lenos 2004
Sehr gutes Buch mit verschiedenen Fachbeiträgen, u.a. zu Prävention und dem politischen Willen dazu, zu Institutioneller Prävention, zur Geschichte und gegenwärtigen Verortung von Prävention in der Gesellschaft, u.v.a.m. Die Praxisnähe und jahrelange Erfahrung der AutorInnen und HerausgeberInnen (Fachstelle Limita) macht die Beiträge sehr klar und gut verständlich, sie beziehen eindeutig Stellung und geben sowohl Fachleuten als auch Personen, für die das Thema neu ist, umfassende Einblicke und Denkanstösse.
Fegert, Jörg M./Müller, Claudia (HrsgInnen): Sexuelle Selbstbestimmung und sexuelle Gewalt bei Menschen mit geistiger Behinderung, Köln, Mebes&Noack 2004
Das Buch stellt sexualpädagogische Konzepte und präventive Ansätze sowie eine kommentierte Bibliographie und Mediographie zur Verfügung. Nachschlagebuch für einen ersten Zugang und zum Weitersuchen.
Selbstlaut im Auftrag des BMUKK: Handlung, Spiel & Räume - Leitfaden für PädagogInnen zum Handeln gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen,
Wien 2007
Praxisnaher Leitfaden zum Umgang mit Verdacht, Prävention, Intervention. Mit umfangreichen neu erstellten Präventionsmaterialien für alle Altersstufen.
Leitfaden und Materialien zum Download unter www.selbstlaut.org oder www.schulpsychologie.at
Haller, Beatrix (Hrsg.: BMUKK): Sexueller Missbrauch. Rechtliche Situation,
Wien 2007
Kurzer Überblick über die rechtliche Situation von PädagogInnen bei dem Verdacht auf und dem Handeln gegen sexuelle Gewalt. Mit Auszügen aus dem Jugendwohlfahrtsgesetz, Beamten-Dienstrechtgesetz und Informationen zu Interventionen im schulischen Rahmen. Zum Download unter www.schulpsychologie.at
Kavemann, Barbara und Kreyssig, Ulrike: Handbuch Kinder und häusliche Gewalt, Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006
Verschiedene Autorinnen und Autoren gehen dem Zusammenhang von Gewalt gegen Frauen und der (Mit)Betroffenheit ihrer Kinder nach. Es geht um die Notwendigkeit und die Möglichkeiten der interinstitutionellen Kooperationen, um sowohl der Gewalt gegen Frauen als auch der Wirkung dieser Gewalt auf Kinder gerecht werden zu können.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, www.bzga.de
Diverse Broschüren, Hefte und Bücher zu Sexualität, Verhütung, sexueller Entwicklung und Orientierungen. Vielfach auch zum Download im Internet. Für verschiedene AdressatInnen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, PädagogInnen.
Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, BRD: Mutig fragen - besonnen handeln Berlin 2004
Informationsheft für Mütter und Väter zum sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen. Ein übersichtlicher Reader für Erziehungsberechtigte zu Möglichkeiten, sexuelle Gewalt zu erkennen und dagegen zu handeln. Der Adressenteil bezieht sich auf Deutschland, alles andere ist für Österreich ebenso nützlich.
Bühn, Renate, Mathieu, Maria und Pilch, Heike: Was sagen Sie, Frau Lot? Eigenverlag Bremen 2001
Ausstellungskatalog: Drei Künstlerinnen präsentieren ihre Arbeiten zum Thema sexuelle Gewalt und möchten damit u.a. "sichtbar machen was zu leicht und zu gerne übersehen wird: das Grauen und gleichzeitig die Normalität der Gewalt, die Verletzungen, aber auch der Überlebensmut und die Stärke der Betroffenen." Sehr unterschiedliche Arbeiten die viele Denkräume öffnen. Interessante Texte.
Gründer, Mechthild & Kleiner, Rosa & Nagel, Hartmut : Wie man mit Kindern darüber reden kann. Ein Leitfaden zur Aufdeckung sexueller Misshandlung. Münster, Votum Verlag 1997
Empfehlenswerter Leitfaden mit klaren Angaben und guten Informationen. Übersichtlich und kurz gehalten ist dieses Buch ein guter Anhaltspunkt für Menschen, die mit einem Verdacht zu tun haben.
Die Gesprächsbeispiele nehmen der Klarheit leider teils wieder etwas weg.
Enders, Ursula (Hgin.): Zart war ich - bitter war's Köln: Volksblatt Verlag, 1990 und die überarbeitete Neuauflage
Einzelbeiträge, die zahlreiche Aspekte des sexuellen Missbrauchs an Kindern abdecken. Es beschreibt nicht nur Ursachen, Ausmaß, Folgen von sexuellem Missbrauch, sondern gibt auch Anleitungen für die praktische Arbeit mit Betroffenen. Das Buch ist beinahe als Nachschlagewerk zu gebrauchen.
Bange, Dirk & Enders, Ursula: Auch Indianer kennen Schmerz. Sexuelle Gewalt an Jungen. Köln: Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1995
Sehr gutes, differenziertes Handbuch zu diesem Thema. Geht sehr einfühlsam auf die Bandbreite dieser Problemstellung ein.
Voss, Anne, Hallstein, Monika (Hg): Menschen mit Behinderungen. Berichte - Erfahrungen - Ideen zur Präventionsarbeit. Ruhnmark: donna Vita, 1993
Frauen mit Behinderungen, sowie Fachfrauen kommen zu Wort. Sie alle formulieren Erfahrungen, formulieren Thesen und Denkmodelle die beitragen können, Veränderungen zu bewirken.
Bass, Ellen & Davis, Laura: Trotz allem. Wege zur Selbstheilung für sexuell missbrauchte Frauen. Berlin: Orlanda Frauenverlag, 1990
Die Autorinnen beschreiben in diesem Selbsthilfebuch immer wiederkehrende Elemente des Heilungsprozesses, die differenziert dargestellt und mit Aussagen von Frauen ergänzt und belegt werden. Sie gehen auf Selbstachtung, Gefühle zu sich und anderen, Körperempfinden, Sucht und Sexualität ein. Eigene Kapitel wenden sich an Familienangehörige, Partner und BeraterInnen
Enders, Ursula. & Stumpf, Johanna: Mütter melden sich zu Wort. Sexueller Missbrauch an Jungen und Mädchen. Köln: Volksblatt Verlag, 1991
Erlebnisberichte von Müttern (und eines Vaters) betroffener Mädchen und Buben. Flüssig zu lesen, berührende Tatsachenberichte.
Friedrich, H. Max: Tatort Kinderseele. Wien: Ueberreuter, 1998
Ein übersichtliches, beeindruckendes Buch des bekannten Gerichtsgutachters und Kinderpsychiaters, das sich intensiv mit der Rolle von Kindern vor Gericht auseinandersetzt.
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