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Videos (DVD und VHS)

Fabianova, Diana: Der Mond in mir, 80 Minuten, Frankreich/Spanien 2008
Auf arte ausgestrahlte Dokumentation über die Geschichte/n der Menstruation in verschiedenen Lebenszusammenhängen und Kulturen. Vom Videotagebuch einer Jugendlichen vor und nach ihrer ersten Regel über ärztliche Kommentare bis zu Interviews mit feministischen Aktivistinnen u.v.a.m. eine lebendige Doku, teils wird zu viel in einen Topf geworfen und mitunter werden etwas oberflächliche Zusammenhänge hergestellt. Trotzdem eine Fülle an Information und ungewöhnliche Zugänge zu einem nach wie vor beschwiegenen Thema.

Jilg, Melanie: Die Katze wäre eher eine Vogel. Ein visuelles Hörstück, 55 Minuten, Deutschland 2007
Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen. Deutlich wird die Gewalt, die von Medizin und Gesellschaft eingesetzt wird, um die Zweigeschlechterordnung mit allen Mitteln aufrecht zu halten und es stellt sich in allen vier Interviews die Frage: Warum?

Scharang Elisabeth und Alex Jürgen: Tintenfischalarm, Wegafilm, Wien 2006
Der Dokumentarfilm begleitet und befragt Alex Jürgen, der intersexuell geboren wurde und die gewalttätige Formatierung von intersexuellen Kindern zu Mädchen oder Buben vehement in Frage stellt und an Hand des eigenen Erlebens, Erkennens, Kämpfens und mit großem Humor die Geschlechterordnung der Gesellschaft grundlegend in Frage stellt.

Schröer, Kerstin: Das Monument, 4:30 Minuten, Hamburg 2003 (with english subtitles)
Das kurze, mit Punkrockmusik untermalte Video arbeitet mit Zeichnungen und Handschriften. Im Zentrum steht das Monument, der Vater (?), und die Versuche der Protagonistin, diesem Monument auszuweichen, es zu entlarven und abzutragen. Ein sehr spezielles, assoziatives, künstlerisch herausforderndes, berührendes Selfmade-Video

Frauenvideowerkstatt Dreist e.V.: Ich geh meinen Weg, 30 Min. Eberswalde, BRD, 2004
Dokumentation eines Selbstverteidigungsworkshops für Frauen mit und ohne Behinderung. Sehr anspornend und empowernd. Das Video räumt mit vielen Vorurteilen auf, z.B. dem von der vermeintlichen Wehrlosigkeit von Frauen/Mädchen mit Behinderungen. Klare Begriffserklärungen von Grenzverletzung und Gewalt. Teil überflüssige und sogar ärgerliche Strasseninterviews mit PassantInnen.

Maria Arlamovsky: laut und deutlich. Leben nach sexuellem Missbrauch,
67 Minuten, Wien 2003
Interviews mit 6 Frauen und einem Mann, in denen jede/r von eigenen sexuellen Gewalterfahrungen in der Kindheit und/oder Jugend spricht. Der Film richtet sich ausschließlich an Erwachsene und stellt viele wichtige Aspekte von Missbrauchsdynamik und strukturellen Machtverhältnissen auf sehr hohem Niveau zur Diskussion.
Die Interviewten behalten immer die aktive Rolle, der Film wird nie voyeuristisch. Sehr empfehlenswert.

Maresa Pirker/Maria Rösslhumer (Drehbuchautorinnen): beziehungsweise. Ein Beitrag zur Sensibilisierung von Gewalt und sexueller Belästigung, 24 Minuten, Wien 2000. Mit Begleitheft. Sachliche Mitarbeit: Christine Klimt
In kurzen Szenen (vor der Disco, bei einem Mofaausflug, in der ersten gemeinsamen Nacht im Bett, u.a.) werden alltägliche Belästigungs- und Übergriffssituationen nachgespielt und anschließend unter Jugendlichen zur Diskussion gestellt. Diese Diskussionen sind sehr spannend und ein gelungener Zugang zu Reflexion über das Gesehene, weil sie die Argumente der jugendlichen Mädchen und Buben stehen lassen und nicht belehren.
Einige der Szenen allerdings, so eins zu eins gespielt und ohne eine spezielle filmische Bildsprache, schreiben Rollenklischees erneut fest bzw. unterscheiden sich kaum von gängigen Fernsehbildern, was schade ist angesichts des sonst sehr gut gewählten Rahmens für eine Auseinandersetzung unter Jugendlichen.

Glaub mir, Leeds Animation Workshop,
2002, 12 Minuten
Glaub mir zeigt, dass sexueller Missbrauch eine Reihe von unangebrachten Verhaltensweisen umfasst und dass die meisten Missbrauchstaeter das Kind kennen und Familienmitglieder sein koennen.
Ein sehr empfehlenswerter Animationsfilm.

bitterklee - Ein Film von Überlebenden des Sexuellen Mißbrauchs,
1998, 90 Minuten
Produziert von IMMA (Initiative Münchner Mädchenarbeit) und MZM im Rahmen der Kampagne Aktiv gegen Männergewalt.
bitterklee redet nicht über Opfer, sondern ist von Überlebenden des sexuellen Mißbrauchs selbst konzipiert und produziert worden. Die Mädchen und Frauen erzählen von ihren Erfahrungen nicht nur, um andere Betroffene zur Gegenwehr zu ermutigen, sondern formulieren darüberhinaus eine weitergehende Kritik an der Gesellschaft, die sexuelle Gewalt und Unterdrückung hervorbringt.

Thomas Vinterberg: Das Fest, 1997, 101 Minuten
Hotelier Helge feiert seinen 60. Geburtstag. Die ganze Familie, Freunde und Verwandte reisen an, um in dem schönen Landhotel den Festtag zu begehen. Christian, der älteste Sohn, hält die Eröffnungsrede für die große Party und deckt völlig unerwartet ein Kapitel der Familiengeschichte auf...

Red Ribbon Award 2000, 35 Minuten
Mehrere ganz kurze Videoclips von SchülerInnen und StudentInnen zum Thema Aids. Die Clips sind sehr unterschiedlich gestaltet und sehr unterschiedlich interessant. In ihrer Bandbreite aber sicherlich ein guter Diskussionsansatz für die Arbeit mit Jugendlichen zu Aids.

Liebe kann so schön sein, 27 Minuten
Dokumentation über unterschiedliche jugendliche Liebespaare und Beziehungsentwürfe, hetera/o, lesbisch, schwul. Der Film befragt die Jugendlichen, lässt die verschiedenen Paare aufeinandertreffen und gemeinsam diskutieren. Die Dokumentation ist empfehlenswert, weil sie viel Platz bietet und relativ unverkrampft ist.

Sechs mal Sex und mehr, VHS 123 Minuten (3 Teile)
Aufwendige Fernsehproduktion mit Interviews, Spielszenen und Videoclipästhetik. Der erste Teil befragt Jugendliche und Kinder (!) zum Verliebtsein, ihren Vorstellungen und Erfahrungen. Ungewöhnlich ist, dass tatsächlich Kinder befragt und ernstgenommen werden. Dieser erste Teil ist mit Abstand der beste der drei Folgen.
Im zweiten Teil geht es um Mädchen und junge Frauen. Hier sind neben einigen interessanten Passagen und Interviews leider viele Klischees und Festschreibungen störend. Trotzdem für Mädchen wahrscheinlich teilweise recht informativ, wenn auch mitunter der Stil etwas anbiedernd an eine Jugendlichkeit wirkt.
Im dritten Teil geht es um Buben und junge Männer. Es gilt ungefähr dasselbe wie für den Mädchenteil.

Wo komm ich eigentlich her ? VHS 30 Minuten. Pro Familia Frankfurt / Main
Zeichentrickfilm übers Kinderkriegen. Leider ziemlich eindimensional und voller Klischees. Für Kinder ab 5 Jahren.

Was ist mit mir los ? VHS Pro Familia Frankfurt / Main
Video über die Pubertät für Kinder und Jugendliche. Siehe oben. Ebenfalls Zeichentrick und teils sehr klischiert. Einige Stellen wieder witzig. Schade um die guten Ansätze und Themen, die im Video behandelt werden.

Schmid Alice: Sag NEIN - Videofilm und Begleitheft, Zürich:CMP Creative Motion Pictures AG, 1993
Im Film sind verschiedene Grenzverletzungen/ Übergriffshandlungen an Kindern dargestellt. Die Lösungen entspringen eher einem Wunschdenken und sind daher völlig unrealistisch. Somit stellen sie eine Überforderung für Kinder, Eltern und PädagogInnen dar. Ev. für Schulungszwecke geeignet. Nicht empfehlenswert.
Für den Einsatz in Schuklassen nicht geeignet.

Fiona Rukschcio : #1:<Common places>. 43 Minuten. Wien, 1999.
Eine Sammlung von Erfolgsgeschichten verschiedener Frauen jeden Alters. In kurzen Einstellungen erzählt jede Frau an dem authentischen Ort von einem sexualisierten Übergriff, den sie erlebt hat und von ihrer Reaktion. Hervorragend an dem Video ist, dass er Platz für ganz unterschiedliche Gegenwehrstrategien der Frauen lässt, in dem Erfolg nicht immer heißt, den Täter in die Flucht getrieben zu haben. Auch ein Darüber Reden, ein inneres Nein, Spott, Verbündung mit anderen Frauen, u.v.a.m. wird hier gleichberechtigt nebeneinander gestellt. Ebenso Übergriffe seitens unbekannter und den Frauen bekannter Angreifer. Ein gleichzeitig witziger und betroffen machender Film. Empfehlenswert für ältere Jugendliche und Erwachsene.



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